Die Gründungsveranstaltung des NAGuK mit Gesundheitsminister Philippi (Mitte vorn) versammelte zahlreiche Akteure aus Niedersachsen. Mark Barjenbruch (3.v.r.) war als Vorstandsvorsitzender der KVN auch mit von der Partie.
Foto: NAGuK
Klimakrise und Gesundheit –
in Niedersachsen bringt das NAGuK die Akteure zusammen
Wie das Aktionsforum in Niedersachsen von AOK über KVN bis zu den Verbänden die Player vernetzt, Maßnahmen erarbeitet und mit seinem Podcast die Interessierten informiert.
Marisa Alpers koordiniert beim Niedersächsischen Landesgesundheitsamt das NAGuK
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Dass Klimawandel und Gesundheit eng zusammenhängen, ist keine Neuigkeit. Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt auf seiner Website dazu: „Nur durch einen gemeinsamen Schulterschluss aller verantwortlichen Akteure kann es gelingen, eine Verschärfung des Klimawandels zu verhindern.“ Das kann Marisa Alpers vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt nur unterstreichen. Seit 2024 koordiniert sie im Auftrag des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums das NAGuK, das Niedersächsische Aktionsforum Gesundheit und Klima. In erster Linie vernetzt das Bündnis viele verschiedene niedersächsische Player des Gesundheitswesens auf Landesebene – darunter Ministerien, Krankenkassen, Rentenversicherung, Ärztekammer, Apothekenkammer, Hausärztinnen und Hausärzteverband, Städtetag und neben vielen weiteren Akteuren auch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. Vertreten wird die KVN durch Ärztekammerpräsidentin Dr. Marion Charlotte Renneberg, die auch Mitglied der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung ist.
„Im NAGuK geht es vornehmlich um den Austausch von Erfahrungen und darum, Ressourcen zu bündeln“ erklärt Alpers. Dazu gehört auch für Berufe des Gesundheitswesens, Erkenntnisse aus Projekten oder Wissen über bewährte Maßnahmen auszutauschen und zu unterstützen. „Wir wollen gemeinsame Strategien zum Schutz der Gesundheit im jeweiligen Verantwortungsbereich umsetzen, um den Gesundheitsschutz in der Klimakrise zu stärken“, berichtet Alpers.
Arbeitsgruppen arbeiten an Lösungen
In den vier Arbeitsgruppen Pflege, Öffentlicher Gesundheitsdienst, stationäre sowie ambulante Versorgung arbeiten die rund 25 Mitglieder gemeinsam an Lösungen zur Anpassung sowie zur Abschwächung des Klimawandels, indem offene Fragen thematisiert, Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Schnittstellen identifiziert werden. Ziel ist es, vor allem Doppelarbeit zu vermeiden und Synergien zu nutzen, während alle Institutionen eine andere, wertvolle Perspektive einnehmen. Das ist genau der Schulterschluss, den das Bundesgesundheitsministerium fordert. „Dies ermöglicht uns einen Blick über den Tellerrand und ein voneinander-Lernen“, wie Alpers betont. „Dabei sind bereits verschiedene Maßnahmen wie Tagungen, Schulungsformate, interaktive Merkblätter und gemeinsame Social-Media-Aktivitäten zu Aktionstagen entstanden.“
In den interdisziplinären Arbeitsgruppen werden auch konkrete Empfehlungen und Pläne erarbeitet, wie beispielsweise die Informationen zu hitzebedingten Gesundheitsgefahren. Auf einer interaktiven Landingpage können sich Interessierte umfassend informieren. „Auch eine unserer nächsten Tagungen im Juni beschäftigt sich mit der Frage, wie wir besonders von Hitze betroffene Gruppen nachhaltig erreichen“, sagt Alpers und lädt zur Teilnahme ein.
Podcast beleuchtet Folgen der Klimakrise
Einen monatlichen Podcast hat das NAGuK auch. Seit November 2024 werden darin auf die Auswirkungen der Klimakrise für die Menschen in Niedersachsen aufmerksam gemacht und Handlungsoptionen mit den NAGuK-Mitgliedern und anderen relevanten Schnittstellen diskutiert. Von Antibiotikaresistenzen über Schwangerschaft und Hitze bis hin zu klimaresilienten Arztpraxen wurde bereits eine Vielzahl von Themen rund um Klimawandel und Gesundheit abgedeckt.
Weitere Informationen
Bei Fragen zum NAGuK können Sie sich an Marisa Alpers wenden:
Marisa.Alpers@nlga.niedersachsen.de
Die Informationen zum Umgang mit Sommerhitze finden Sie hier.
www.apps.nlga.niedersachsen.de
Die nächste NAGuK-Veranstaltung finden Sie hier:
nlga-fortbildung.niedersachsen.de
Weiterreichende Informationen zu Gesundheit im Klimawandel vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit:
Infotafel Gesundheit im Klimawandel