Epilog

Weitblick

Aus anderen KVen

Kassenärztliche Vereinigung Sachsen
Neue allgemeinmedizinische Eigenpraxis eröffnet

Im Planungsbereich Werdau besteht bereits seit April 2022 eine offiziell festgestellte hausärztliche Unterversorgung. Seit 2020 wurden mehrere Praxisschließungen und Praxisabgaben ohne Nachfolge verzeichnet. Trotz verschiedener Maßnahmen liegt der Versorgungsgrad im hausärztlichen Bereich aktuell bei lediglich 71,8 Prozent mit weiterhin sinkender Tendenz. Mit dem Start der Eigenpraxis an der Plauenschen Straße 17 reagiert die KV Sachsen auf die weiterhin angespannte hausärztliche Versorgungssituation in der Region und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung.

„Mit der Eröffnung einer Eigenpraxis der KV Sachsen in Werdau übernehmen wir Verantwortung dort, wo die medizinische Versorgung besonders unter Druck steht. Damit schaffen wir Vertrauen, stärken die wohnortnahe Gesundheitsversorgung und leisten einen konkreten Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der medizinischen Betreuung vor Ort.“, sagt Dr. med. Manuela Sipli, stellv. Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen.

Carsten Michaelis, Landrat des Landkreises Zwickau: „Die Eröffnung der Eigenpraxis in Werdau ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger unserer Region. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen nimmt ihre Verantwortung wahr und schafft ein Angebot, welches bedarfsnotwendig ist. Die neue Praxis füllt damit eine große Lücke im ambulanten Bereich und verbessert die Versorgung in Werdau und der Umgebung.“

KV Hamburg schließt kinderärztliche Eigeneinrichtung in Rahlstedt zum Ende des Jahres.

Kassenärztliche Vereinigung Hamburg
KV Hamburg schließt pädiatrische Eigeneinrichtung

Die KV Hamburg schließt die pädiatrische Eigeneinrichtung in Rahlstedt zum 31. Dezember 2026. Dies beschloss die Vertreterversammlung (VV) der KV einstimmig.

„Es tut uns sehr leid, die Praxis schließen zu müssen“, sagte Dr. Michael Reusch, der Vorsitzende der Vertreterversammlung, „die Gründe hierfür hätten aber ein Weiter-So einfach nicht zugelassen“.

Für die VV sei vor allem ausschlaggebend gewesen, „dass die seit 2024 bestehende Praxis bislang nie wirtschaftlich geführt werden konnte“, so Reusch. Es sei bisher nicht annähernd gelungen, die Kosten und die Einnahmen der Praxis in Ausgleich zu bringen, was dazu führe, dass die KV-Mitglieder ein jährliches Defizit von bis zu 200.000 Euro voll selbst zu tragen hätten. „Ein ebenso gewichtiger Grund ist die derzeitige Gesetzgebung – besonders das Beitragssatzstabilisierungsgesetz der Bundesregierung, das den Hamburger Praxen erhebliche Honorarvolumina entzieht, teilweise bis zu 30 Prozent je nach Fachgruppe“, so Reusch. Angesichts dieser Entwicklung, die den wirtschaftlichen Druck auf die Hamburger Praxen in besonderer Weise erhöhe, sei der Weiterbetrieb einer hochgradig defizitären Praxis schlicht nicht mehr zu rechtfertigen.

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
Gemeinsam für besseren Kinderschutz in Bayern

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) setzt sich gemeinsam mit dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen Städtetag für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Freistaat ein. Ziel ist es, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung schnell, abgestimmt und wirksam zu handeln.

„Wir ziehen hier an einem Strang – mit klaren, praxistauglichen Abläufen und einem gemeinsamen Verständnis von Verantwortung", erklärte der KVB-Vorstand Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp.

Besteht der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung, sollen die behandelnden Fachkräfte zunächst das Gespräch mit den Betroffenen suchen und Unterstützungsangebote aufzeigen immer mit Blick darauf, den Schutz des Kindes nicht zu gefährden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird das zuständige Jugendamt umgehend eingeschaltet. Damit im Ernstfall alles reibungslos läuft, wurden zwischen den Beteiligten in der Vereinbarung ein einheitlicher Meldebogen und ein klar strukturiertes Vorgehen vereinbart. So können Hinweise schnell und gezielt weitergegeben und bearbeitet werden.

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
KV Nordrhein schafft mehr Sicherheit für Praxen mit Physician Assistants

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein stärkt Haus- und Facharztpraxen, die Physician Assistants (PAs) einsetzen: Seit dem 1. Juli 2026 berücksichtigt sie angestellte PAs bei der Einzelfallprüfung in der Plausibilitätsprüfung. Damit schafft die KV Nordrhein mehr Planungssicherheit für Praxen und unterstützt moderne Teamstrukturen in der ambulanten Versorgung.

„Diese neue Regelung setzt ein klares Signal: Physician Assistants sind ein zentraler Baustein, um die ambulante Versorgung in Nordrhein auch in Zukunft sicherzustellen“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.